Nachdem in meiner Twitter-Timeline in der letzten Zeit die Sendungen „Die Anstalt“ und „heuteshow“ sehr kritisch gesehen werden, habe ich mich mit dieser Thematik etwas intensiver beschäftigt.

Grundlage bildet die Untersuchung Auswirkungen politischer Satire auf die Einstellungen zu Politik der Uni Erfurt von 2014.

In dieser wird deutlich, dass – zumindest bei jüngeren Zuschauern (18-26 J.) – dieses zu einer „Art von Verdrossenheit gegenüber Politikern“ führt. Die Förderung einer allgemeinen Politikverdrossenheit konnte hierdurch (noch) nicht bestätigt werden. Letzteres lag aber offensichtlich an der Untersuchungsanlage.

Bei der „Anstalt“ wird in letzter Zeit deutlich, dass es sich offensichtlich nicht mehr um ein „Draufschlagen“ auf offensichtliche Missstände handelt, sondern zunehmend um eine einseitige linke Propaganda, die nur die Fehler der westlichen Demokratien und ihrer Institutionen aufzeigt, sich aber offensichtlich scheut, Kritik an Putin und der russischen Politik zu zeigen.

Tut mir leid, aber die unbestrittenen guten Beiträge, insbesondere im Zusammenhang mit der Situation der Geflüchteten, rechtfertigen es nicht, „Die Anstalt“ zu einer Showveranstaltung mutieren zu lassen, bei der offensichtlich linke Positionen unkommentiert übernommen wurden. Frei nach dem Motto „wir zeigen Euch jetzt mal, wie schlimm es in der (westlichen) Welt ist“.

Die Begeisterung Anderer über diese Sendung lässt befürchten, dass von vielen alle Inhalte der Sendung geteilt werden und „die da oben“ Schuld an allem haben, „wir hier unten“ aber nichts dagegen unternehmen können. Damit wird die Politik(er)verdrossenheit gefördert und führt meiner Meinung nach direkt zu Auswüchsen wie PEGIDA und auch AFD.

Wenn es denn wirklich so wäre, hätte unser Gesellschaftssystem versagt, dessen Ziel es war (ist?), den „mündigen Bürger“ zu schaffen. Wenn ich etwas bewirken will, muss ich mich engagieren.

Politisches Engagement in dieser Gesellschaft geht ausschließlich über die Mitwirkung in demokratischen (!) politischen Parteien. Hier kann ich meine Meinung zeigen und versuchen, Mehrheiten für diese zu gewinnen. Schließlich hat auch die außerparlamentarische Opposition ihren Weg in die Parteien geschafft. Und ich kann gemeinsam mit anderen für die gleiche gute Sache kämpfen. Ein bisschen getwittere oder Posten auf facebook ist immer noch keine Meinungsäußerung, die Aussicht auf Erfolg hat.

Anfangen kann ich auf kommunaler Ebene, also Politik vor Ort gestalten. Dadurch erlange ich Kontakte auf Kreis- und Landesebene. Hier kann ich in Arbeitskreisen mitarbeiten und die Landespolitik gestalten.

Mein Weg vor vielen Jahren war der Eintritt in die SPD, da ich hier die meisten Chancen sah und sehe, sozialpolitische Veranwortung zu unterstützen und mein Ziel, zu einer gerechten Gesellschaft zu kommen, umzusetzen.

Wenn Du auch mitmachen willst, hier geht es dahin: EINTRETEN

 

Wenn er Dir gefällt, teile diesen Artikel